Soudal Classics – GP Hasselt 2016

Es ist ein Rennen, das immer droht, ein wenig unterzugehen. Die Crosssaison ist seit zwei Monaten in vollem Gange und die Spitzenfahrer beginnen, die ersten Renenn auszulassen, um nicht vorzeitig zu ermüden. Während die beiden grösseren Cross-Serien, die DVV Verzekeringen Trofee und der Superprestige, durch ihre Gesamtklassements einen starken Anreiz für die Teilnahme bieten, müssen die Serien ohne Klassement um Startverzicht der Topfahrer bangen.

Spitzenfahrer verzichten auf den Start

Soudal Classics Hasselt 2016

Einen Tag vor dem traditionsreichen Weltcup-Rennen im westflandrischen Koksijde hattten dann auch die beiden Hauptatrraktionen, Weltmeister Wout van Aert sowie sein grösster Widersacher, der niederländische Meister Mathieu van der Poel, auf einen Start zugunsten eines eingeschobenen Trainingslagers im wärmeren Spanien verzichtet. Doch dies sollte nicht unbedingt ein Nachteil für dieses Rennen sein, das mit zu den abwechslungsreichsten und schönsten Parkcrossen zählt.

Wie schon in den vergangenen Jahren führten die Baumassnahmen rund um die Strecke wieder einmal zu einem veränderten Parcours, der für die Teilnehmer nach den Regenfällen der vergangenen Tage einige Herausforderungen zu bieten hatte. Und so blieben auch etliche der Starter nicht von Bodenkontakten verschont.

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Europameister lässt Trikot strahlen

Bei den Junioren war Europameister Tom Pidcock bereits einen Tag vor dem Weltcup angereist und bewies auch bei diesem Parkcross, dass er den Titel verdient gewonnen hatte. In den ersten Runden lieferte sich Pidcock noch ein Duell mit dem gut gestarteten Arne Vrachten. Doch schon bald machte der junge Brite klar, dass er es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen wollte, und setzte sich von seinem Kontrahenten ab.

Soudal Classics Hasselt 2016

Sanne Cant, die im Weltcup noch auf der Suche nach ihrer Vorjahresform ist, konnte sich bei den Damen wieder einmal eindeutig durchsetzen. Zunächst hatte Ellen van Loy wie schon so oft den besten Start hingelegt. Cant, die eigentlich einen Startabbruch wegen eines Frühstartes von Jolien Verschueren erwartet hatte, musste sich zunächst von einer für sie schlechten Position wieder nach vorne arbeiten.

Doch die belgische Meisterin liess sich nicht gross irritieren und übernahm bereits in der zweiten Runde die Führung, die sie dann bis ins Ziel kontinuierlich ausbaute. Ellen van Loy vermochte den zweiten Rang souverän zu verteidigen. Die US-Amerikanerin Elle Anderson profitierte von dem Pech der luxemburgischen Meisterin Christine Majerus, der auf dem dritten Rang liegend der Sattel abbrach. Während Majerus durch den Defekt Zeit verlor und auf den vierten Rang zurückfiel, konnte Anderson unbehelligt den letzten Podiumsplatz einfahren.

Sweeck zum zweiten Saisonsieg

Das Rennen der Eliteklasse war durch die Abwesenheit der beiden Top-Favoriten offener und auch mitreissender als viele andere Rennen. Zunächst war es Corne van Kessel, der das Rennen schnell machte und bereits ausgangs der ersten Runde einen kleinen Vorsprung herausgearbeitet hatte. Doch mit Laurens Sweeck und dem Franzosen Clement Venturini sollte er zwei harte Konkurrenten haben.

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Sweeck vermochte in der vierten Runde zu  dem Niederländer aufzuschliessen, und auch Venturini gesellte sich schnell zu dem Führungsduo. Kurzfristig konnte Sweeck auch die Führung übernehmen, aber als er an den Hürden zu Fall kam, setzte sich van Kessel erneut ab. Doch Sweeck steckte nicht auf und konnte die Lücke zu den Führenden erneut schliessen. Aus Furcht, in einem Sprint dem Franzosen unterlegen zu sein, griff Sweeck in der letzten Runde noch einmal an und setzte sich ein wenig von seinen Konkurrenten ab.  Während Venturini sich den zweiten Rang sicherte, musste van Kessel den Anstrengungen der ersten Rennhälfte Tribut zolllen. Er endete aber sichtlich zufrieden noch auf dem dritten und damit letzten Podiumsplatz.

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