Kategoriearchiv: Saison 2013/2014

Querfeldeinsaison 2013/2014

UCI Weltcup Namur 22.12.2013

Alljährlich ist in der Weihnachtswoche die Zitadelle von Namur der Austragungsort für das spektakulärste und wohl auch schwerste Rennen des Weltcup Kalenders. Wie so oft in dieser Jahreszeit hatte auch dieses Jahr der Regen den Berghang der Zitalle in einen tiefen und anspruchsvollen Kurs verwandelt. Diese Strecke verlangt den Rennfahrern sowohl kräftemässig als auch fahrtechnisch alles ab. Wer sich hier den Sieg auf seine Palmares schreiben darf gehört zu Recht zu den Grossen dieses Sports. So konnte dann bei dieser Austragung Francis Mourey endlich den ersten grossen Sieg seine Karriere notieren.

Aber wie es manchmal im Sport ist war es nicht der Sieger, sondern jemand ganz anderes der an diesem Tag Cross-Geschichte schreiben sollte. Der Weltmeister Sven Nys musste in der ersten Runde eigentlich schon alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis fahren lassen, als sein Vorderreifen bereits in der ersten Waldpassage leck war. Aber wer glaubte das nun der Tag für Nys gelaufen war sollte irren. Vor seinem Radwechsel war Nys bereits auf Platz 57 zurückgefallen und kam noch hinter Alexander Revell zum ersten Mal ins Depot, doch der Altmeister startete eine Aufholjagd ohne Gleichen. Und so war der Jubel nahezu grenzenlos, als Nys in der vorletzten Runde die grosse Verfolgergruppe erreichte, die etwa 30 Sekunden hinter Francis Mourey um den Anschluss kämpfte. Doch damit nicht genug: Getreu dem Motto von Gerrie Knetemann „De Dood of de Gladiolen (Tod oder Gladiolen)“ setzte sich Nys an die Spitze der Gruppe und versuchte mit vollen Risko auch den letzten vor ihm liegenden Fahrer zu erreichen. Dabei überzog er aber dann doch und kam im Schräghang folgerichtig zu Fall. Dies konnten Klaas Vantornout und Niels Albert nutzen und sich die beiden Podiumsplätze hinter dem Sieger sichern.

Dem Chronisten bleibt festzuhalten, das der Weltmeister an diesem Tag der wohl mit Abstand stärkste Fahrer des Rennens war. Die Aufholjagd von Platz 57 bis auf die zweite Position ist sicher unerreicht, auch wenn er am Ende noch einmal zwei Plätze einbüsste.


Ein vollständiger Bericht zu allen Rennen des Tages ist auch bei cx-sport.de zu finden

Stannah Cyclocross Essen (Belgien)

Der vierte Lauf der BPost Bank Trofee führte in den Norden Belgiens nach Essen. Bisher fand dieser Lauf der BPost-Bank Trofee in Essen unter dem Namen GP Rouwmoer auf einer sehr schlammanfälligen Strecke statt. Für die diesjährige Ausgabe, die erstmals unter dem Namen Stannah Cyclocross ausgetragen wurde, war ein neuer Parcours entlang des Bahngeländes entworfen worden.

Optisch ist die Lage an den Bahngleisen eher wenig ansprechend, aber die Organisatoren hatten aus den Örtlichkeiten das Beste gemacht und einen durchaus interessanten Kurs entworfen. Da es in den letzten Tagen geregnet hatte, war die Strecke an einigen Stellen tief, und zwang die Fahrer zu Laufpassagen. Die Hürden sollten sich im Verlauf des Rennens dann auch als tückische Fallen für den einen oder anderen Fahrer erweisen.

Bei den Fahrern selber stiess die Strecke auf unterschiedliches aber durchaus meist positives Echo, lediglich Niels Albert fand den ehemaligen Parcours deutlich besser.

Insgesamt sahen die Zuschauer bei windigem und regenerischem Wetter spannende Rennen. Die neue Strecke bewährte sich als ein abwechslungsreicher und durchaus attraktiver Kurs. Doch der Kurs war auch nicht ohne, zahlreiche Fahrer stürzten und mussten ihre Hoffnung auf den Sieg begraben.


Ein vollständiger Bericht zu allen Rennen des Tages ist auch bei cx-sport.de zu finden

Emsdetten

Ausbaufähig ist der erste Begriff, der mir zu dem Rennen in den Sinn kam. Es war das erste Cross-Rennen seit langer Zeit, das die RSG Emsdetten ausrichtete und ich denke der Kurs wird über die Jahre noch die eine oder andere Verbesserung erfahren.

Im Prinzip führte die Strecke rund um ein abgeerntetes Maisfeld, lediglich der Abstecher durch das  Beachvolleyballfeld und ein kleiner Erdhaufen boten ein wenig Abwechslung. Die extrem schnelle Strecke war arm an technischen Schwierigkeiten und bevorzugte eher Strassenfahrer als wirkliche Cross-Spezialisten.

Wenngleich sich dem Fotografen daher leider auch nur wenige lohnende Punkte für Aufnahmen boten, so liess sich doch.der eine oder andere gute Moment finden.

Druivencross Overijse 8.12.2013

Die Mutter aller Cross Rennen ist immer ein schönes und spektatkuläres Ereignis.
War es im letzten Jahr noch sehr nass und schlammig, so hatte das Wetter diesmal ein Einsehen mit Fahrern und Zuschauern.

Der Kurs war sehr gut befahrbar, und trotzt einiger Rutscher in den Abfahrten, bekamen die Zuschauer ein schnelles und spannendes Rennen zu sehen. Am Ende konnte sich Sven Nys zum vierten mal in Folge, und zum sechstenmal insgesamt durchsetzen. Auch wenn er wohl nie mehr den Rekord von Roland Liboton einstellen wird, so ist der Druivencross trotzdem ein echtes Sven Nys Rennen.

Bei den Nieuwelingen setzte sich Mitch Groot von Anfang an ab und fuhr einen ungefährdeten Sieg vor Jente Tielemans und Gianni Siebens heraus.

Bei den Junioren konnten sich Thomas Joseph und Jens Tierlinck recht bald absetzen und bescherten dem Team Arta-Deschacht einen Doppelsieg. Den letzten Podiumsplatz holte sich dann Gianni Van Donink vom Young Telenet Fidea Cycling Team der in der letzten Runde noch an Pascal Eenkhoorn von BCKP Enertherm vorbeiziehen konnte.

Das Rennen der Frauen war lange Zeit von einem packenden Dreikampf zwischen Katie Compton, Sanne Cant und Nikki Harris geprägt. In der vorletzten Rund konnte die technisch bessere Sanne Cant einen Angriff starten, der sie zunächst in Führung brachte. Einzig die konditionsstarke Katie Compton vermochte wieder aufzuschliessen und konnte schlussendlich den Zielsprint knapp vor der enttäuschten Sanne Cant gewinnen.

Vor dem Rennen der Elite wurde anlässlich des 20 Jährigen Jubiläums von Willy van Roy als Vorsitzender der „Sportvrienden Overijse“ und als Organisator des Druivencross eine Gentlemancross ausgerichtet. In diesem Paarcross startete jeweils ein Fahrer der als Organisator eines Cross-Rennens oder Vereins tätig ist mit einem ehemaligen Rennfahrer. So war Willy van Roy mit dem Streckendesigner des Druivencross und mehrfachen Weltmeister Roland Liboton am Start. Koen Monu der Organistor des Weltcup Rennens ins Zolder startete mit Mike Kluge, der als dreimaliger Weltmeister immer noch grosses Ansehen in Belgien geniesst. Der Sieg bei diesem Staffelrennen ging an Benjamin van Itterbeeck (Belgischer Strassenmeister 1991) und Benny Herten (GP Sven Nys)

Bei dem folgenden Renen der Elite bildete sich auf Grund der guten Streckenbeschaffenheit eine relativ grosse Gruppe. Phillip Walsleben, der das Rennen zu Anfang mit prägte, wurde auf Grund eines Kettenproblems zurückgeworfen. Marcel Meisen fuhr ein hervorragendes Rennen und kam am Ende auf einen fünften Platz. Er versuchte wieder zu Spitze aufzuschliessen konnte dann aber das Rennen auf Grund erneuter technischer Probleme nicht beenden. Am Ende konnte sich Sven Nys zum vierten mal in Folge, und zum sechstenmal insgesamt durchsetzen. Lars van der Haar kam knapp geschlagen auf den zweiten Platz. Klaas Vantornout war am Ende der Pechvogel des Tages. Nachdem er lange Zeit das Rennen bestimmt hatte, musste er nach einigen Problemen in der letzten Runde auch noch seinen Teamkollegen Kevin Pauwels ziehen lassen und kam mit 10 Sekunden Rückstand auf Sven Nys auf den undankbaren vierten Platz.

LVM Rheine 2013/14

Nach 2 Jahren auf der Moto-Cross Strecke im Norden von Rheine, war die Landesmeisterschaft in diesem Jahr wieder an ihrem ursprünglichen Austragungsort im Wald am Kiärkpädken in Elte zurückgekehrt.

Anders als in den vorangeganen Jahren, war die Strecke durchweg gut befahrbar und so wurden es sehr schnelle Rennen.