Kategoriearchiv: Saison 2013/2014

Querfeldeinsaison 2013/2014

Internationaler Sluitingsprijs Oostmalle

Wie in jedem Jahr stellt der Internationale Sluitingsprijs in Oostmalle nicht nur das Abschlussrennen der bpost Bank Troffee dar, sondern ist auch das letzte internationale Rennen der gesamten Cross Saison. Und so fanden sich auch in diesem Jahr wieder nahezu alle Top Fahrer auf dem Gelände des Militärflugfeldes im flandrischen Malle ein.

Die Kombination aus offenen Sandflächen und einem Wald, die im Zuge der Runde mehrfach abwechseln, führt zu einer rasend schnellen und trotzdem anspruchsvollen und abwechslungsreichen Strecke. Die diesjährige Austragung fand bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen statt. Ein deutlicher Unterschied zum letzten Jahr, als die gesamte Strecke mit Schnee überzogen war.

Weltmeisterschaft 2014 – Hoogerheide

No Mud no Glory war das Motto unter dem diese Weltmeisterschaft in Hoogerheide in der niederländischen Provinz Nord Brabant ausgerichtet wurde. Adrie van der Poel, ehemaliger Weltmeister und Vater der beiden U23 Crosser David und Mathieu hatte an dem berühmten und auch berüchtigten brabanter Wall eine anspruchsvolle, schwere und abwechslungsreiche Strecke abgesteckt. Durch die Möglichkeiten des Geländes und geschickte Platzierung kam der Kurs ohne künstliche Hindernisse aus. Und als ob das Wetter meinte für die Gültigkeit des Slogans sorgen zu müssen hatten ausgiebige Regenfälle in der Nacht und am frühen Morgen des ersten Wettkampftages die Strecke noch einmal zusätzlich gewässert.


Kurz vor dem Start des Juniorenrennens hörte der Regen auf, und ein Festival des Crosssports konnte beginnen.

Belgische Dominanz

Bei den Junioren gab es keinen Titelverteidiger, da der Vorjahreschampion Mathieu van der Poel in diesem Jahr in der U23 Klasse startete. Und so war es auch eine belgische Phalanx die für ein optisches Übergewicht in der ersten Startreihe sorgte. Lediglich Joris Nieuwenhuis , Pascal Eenkhorn (beide NED) sowie Adam Toupalik (CZE) sorgten für Abwechslung. Nieuwenhuis übernahm auch zunächst die Führung, wurde aber in der dritten Runde zurückgeworfen. Mittlerweile kam Thijs Aerts immer stärker auf und gewann am Ende mit 10 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Yannick Peeters. Spannend wurde es noch einmal beim Sprint um den verbleibenden Podiumsplatz. Joris Nieuwenhuis verpasste die erste niederländische Medaille knapp und musste sich Jelle Schuermans geschlagen geben, der ein komplett belgisches Podium komplettierte.

Same procedure as every year, James

Sie ist ein Phänomen, gerade einmal 26 Jahre alt und schon ein Palmarès das mehr als beeindruckend ist, und dennoch freut sie sich immer noch über jeden Titel als wäre es der erste. Alle hatten ein Duell zwischen der sympathischen Brabanterin und der amerikanischen Weltcup Siegerin Katherine Compton getippt, aber dazu kam es dann nicht.

Marianne Vos ging sofort in Führung, Compton, die noch immer unter Atemproblemen litt wurde in ersten Runde durch einen Sturz zurück geworfen. Ihr gelang in der zweiten Runde zwar mit einer grossartigen Aufholjagd noch einmal der Anschluss an die Verfolgergruppe um Helen Wyman und Sanne Cant. In der Folge musste Compton dieser Aufholjagd jedoch Tribut zollen und fiel am Ende auf den neunten Platz zurück. Eva Lechner aus Italien, die bereits in den vergangenen beiden Weltcup Rennen eine gute Form gezeigt hatte konnte für etwa anderhalb Runden mit Marianne Vos mithalten, danach musste auch sie den Kontak abreissen lassen. Marianne zog nun einsam und stetig ihre Runden und deklassierte die Konkurrenz. Über eine Minute nach Mariannes triumphaler Zieldurchfahrt überquerte eine überglückliche Eva Lechner den Zielstrich. Ein wirklich spannendes Rennen lieferten sich die belgische Meisterin Sanne Cant und die britische Meisterin Helen Wyman. Die beiden schenkten sich nichts, erst im Schlusssprint konnte sich die Britin dann durchsetzen und verwies Sanne Cant damit auf den undankbaren vierten Platz.

Späte Genugtuung

Vor drei Wochen war noch Trauer angesagt, diesmal Triumph. Bei den belgischen Meisterschaften musste Top Favorit Wout van Aert nach einem Fehlstart machtlos zusehen wie der Titel unter seinen Konkurrenten ausgemacht wurde. Auch in Hoogerheide gehörte der junge Belgier zu den erklärten Anwärtern auf den Titel, sein grösster Konkurrent war sicher Shooting-Star Mathieu van der Poel. Der Sohn von Ex-Weltmeister Adrie van der Poel und Enkel des legendären Raimond Poulidor war als amtierender Junioren Weltmeister in die U23 aufgestiegen. Mit seinem Gesamtsieg im Weltcup konnte er bereits den ersten grossen Erfolg in der neuen Kategorie verbuchen. Doch der Druck der auf Mathieu lastete war sicherlich ernorm. Fand die Weltmeisterschaft doch in seinem Heimatort statt, und sein eigener Vater hatte den Kurs konstruiert.

Kurz nach dem Start nahm dann auch Wout van Aert das Heft des Handelns in die Hand und setzte sich sofort an die Spitze. So hatte er bereits nach der ersten Runde zwanzig Sekunden Vorsprung den Titelverteidiger Mike Teunissen heraus gefahren. Mathieu van der Poel kam schlechter ins Rennen und passierte die Ziellinie als sechster. Wäre nicht das Publikum gewesen, das van der Poel immer wieder frenetisch anfeuerte wäre das Rennen für den Niederländer vermutlich gelaufen gewesen. Aber so trieb das Publikum van der Poel weiter nach vorne und er machte langsam aber sicher Platz für Platz gut. In der letzten Runde konnte er sich so noch vorbei an Laurens Sweeck auf den dritten Platz vorschieben. Michael Vanthourenhout, der ab der zweiten Runde ein ungefährdetes Rennen hinter van Aert fuhr konnte ungefährdet sein Rennen mit der Silbermedaille krönen. Mike Teunissen musste dem hohen Tempo der ersten Runde Tribut zollen und beendete das Rennen abgeschlagen als Elfter.

Das Duell der Giganten

Nach seinen Erfolgen der letzten Wochen ging Sven Nys als einer der grossen Favoriten auf den Titel in dieses Rennen. Auch Lars van der Haar der in diesem Jahr die Gesamtwertung des Weltcups deutlich gewonnen hatte wurde von Experten als hoher Favorit gehandelt, zumal es sich hier um seine Heim-WM handelte. Der zweimalige Weltmeister Zdenek Stybar, der im nur wenige Kilometer entfernten Essen wohnt, hatte erst wenige Tage vorher seinen Start bekannt gegeben und niemand wusste was er hier wirklich zu leisten im Stand war. Aber auch viele andere Fahrer konnten sich nach den Ergebnissen der vergangenen Saison berechtigte Hoffnungen auf einen Podiumsplatz machen. Phillip Walsleben, der in allen Klassements unter den Top-10 gelistet ist, hatte sich selbst auch Chancen ausgerechnet. Aber wie immer, ist eine solche Weltmeisterschaft immer auch ein besonderes Rennen und so kam es mal wieder anders als es viele Auguren vorher prophezeit hatten.

Francis Mouray, der in Namur seinen ersten grossen Sieg einfahren konnte erwischte erneut einen sehr guten Start und übernahm zunächst die Führung. Aber auch Sven Nys wartete nicht lange, sondern übernahm sofort Verantwortung und setzte nach. Stybar legte einen Raketenstart hin, und fuhr innerhalb der ersten Runde in die Spitze und führte das Feld zum ersten Mal über die Ziellinie. Nun sollte sich ein absolutes Top-Rennen zwischen dem Tschechen und Sven Nys entfalten. Lars van der Haar, der ungewohnt schlecht am Start loskam, fuhr zwar auch recht schnell in die Spitzengruppe musste dann aber nach Problemen beim Radwechsel alle Hoffnungen auf den Titel fahren lassen. Während dessen schenkten sich die beiden Führenden nichts. Mit steigender Renndauer und steigendem Druck kam es bei beiden Fahrern immer wieder zu kleinen Fehlern, die aber keinen entscheidenden Vorteil brachten. So fuhren Nys und Stybar auch Kopf an Kopf in die letzte Runde. Ein Ausrutscher in einer der 180 Grad Kehren kostete Nys dann die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Stybar, der am Ende die grösseren Kraftreserven hatte fuhr einen zwölfsekündigen Vorsprung auf Sven Nys heraus und holte sich damit seinen dritten Weltmeistertitel. Als dritter komplettierte der wieder erstarkte Kewin Pauwels das Podium.

Belgische Meisterschaften 2014 – Waregem

Man könnte sagen das die diesjährigen Meisterschaften unter dem Motto des alten Carat-Liedes „Über sieben Brücken musst Du gehen“ stehen, denn exakt sieben Brücken mussten die Fahrer im  Laufe des Rennens meistern. Die Meisterschaften fanden im Reitstadion in Waregem statt. Obwohl das Station als solches keine besonderen Schwierigkeiten bietet, haben die Streckenbauer einen abwechslungsreichen und spannenden Kurs kreiert.

In diesem Jahr gab es im Vorfeld der belgischen Meisterschaft viel Diskussionen über den Austragungsort. Vor allem im Internet beschwerten sich viele Zuschauer, das die Strecke wenig interessant se und der Eintrittspreis mit 23€ extrem hoch. Zudem gab es Gerüchte das die Zuschauer bei betreten der Strecke nach mitgebrachten Getränken durchsucht werden würden. Aber dies waren eben nur Gerüchte, es wurde lediglich, wie bei jedem Rennen darauf geachtet, das keine alkoholischen Getränke in Flaschen mitgebracht wurden.

Nieuwelingen (U17)

Der erste Renntag begann mit einem unangenehmen kalten Regenschauer. In Belgien gibt es für die Nieuwelingen bei Meisterschaften noch die Unterteilung nach ersten und zweitem Jahr U17. Das Renntag wurde daher vom Rennen der U17 Kategorie erstes Jahr eröffnet. Yentl Bekaert (Cycling Team Avia Crabbe Westhoek) diktierte von Anfang an das Tempo, und fur sich eigentlich sofort eine Lücke zum Rest des Feldes heraus. Ihm folgte zunächst Florian Vermeersch (Arta Deschacht Cycling Team) wurde aber sehr schnell wieder von Arno Debier (Cycling Team Luc Wallays) eingeholt, der eine starke Aufholjagd startete. Bekaert fuhr ander Spitze sein eigenes Rennen, aber Debier zeigte sich stärker als erwartet und schloss auch zu dem Führenden auf. So wurde das Rennen noch einmal spannend, aber am Ende hatte Debier zuviel Energie für die Aufholjagde benötigt und kam mit 18 Sekunden Rückstand auf den Sieger ins Ziel. Vermeersch konnte zumindest den dritten Platz verteidigen.

Bei den Nieuwelingen im zweiten Jahr wollte Alessio Dhoore (Young Telenet Fidea Cycling Team) seinen Titel aus dem Vorjahr bestätigen, doch hier überraschte Jappe Jaspers (Arta Deschacht Building), der in dieser Saison bisher eigentlich eher unauffällig war. Bereits nach der ersten Runde hatte er einen Vorsprung von einer knappen Minute auf den Rest des Feldes herausgefahren und konnte sein eigenes Rennen gestalten. Dhoore der zu Beginn des Rennens da Hinterrad eines Kokurrenten ins Gesicht bekam und auch im weiteren Verlauf selber zu Fall kam, musste sich mit dem zweiten Platz zufrieden geben. „Es ist schade das ich meinen Titel nicht wiederholen konnte, aber Jappe war heute der Beste“ gab Dhoore nach dem Rennen zu Protokoll. Das Podium vervollständigte Seppe Rombouts  (DCM Cycling Team)

Junioren

Der erste Renntag wurde mit dem Rennen der Junioren abgeschlossen. Hier hat Favorit Yannick Peeters  das Rennen eigentlich von Anfang an bestimmt, und schnell einen Vorsprung von 15 Sekunden herausgefahren. So sah er auch lange wie der sichere Sieger aus, aber wie Rennen nun mal sind, führte ein platter Reifen dazu, das Eli Iserbyt wieder aufschliessen konnte. So sahen die Zuschauer in der vorletzten von sechs Runden ein Rennen, das wieder völlig offen und spannend war. Es kam zu einem packenden Wettkampf zwischen Iserbyt und Peeters. Am Ende hatte Eli Iserbyt das bessere Ende für sich und konnte sich in der vorletzten Runde von Peeters, den die Kräfte ein wenig verliessen absetzen. Die lange Sandpassage, die für diese Meisterschaft extra mit 300 tonnen Sand aus Koksijde angelegt worden war, war dann letztendlich entscheidend und Eli Iserbyt konnte den ersten Titel für das Team Young Telenet einfahren. Mit Tijhs Aerts kam Young Telenet Fidea zu ihrer dritten Medaille für den ersten Tag.

Damen

Während am ersten Tag kein Fahrer seinen Titel verteidigen konnte, begann der zweite Renntag mit zwei erfolgreichen Titelverteidigungen, sowohl Laura Verschoten bei den Juniorinnen als auch Sanne Cant liessen keinen Zweifel an ihren Titelchancen und ereichten jeweils einen klaren Sieg.

Beloften (U23)

Vastgoedservice Cycling Team debutierte bei deisen Meisterschaften mit ihrem ersten Meistertitel. Für grosse Aufregung sorgte die Disqualifikation des grossen Favoriten Wout van Aert, wegen eines Frühstarts.

Elite zonder Contract (Amateure)

Bei der Elite zonder Contract konnte Kevin Cant seinen Vorjahreserfolg nicht wiederholen und landete auf einem neunten Platz. Neuer belgischer Meister wurde Kenneth van Compernolle (DCNS) vor Patrick Gaudy und Kevin Eckhout

Elite

Sven Nys (Crelan AA Drink Team) zeigt in eindrucksvoller Weise seine überragende Form, so enteilte er dem Feld in der dritten Runde und gab die Führung nicht mehr ab. Nach dem ersten Meistertitel heute morgen, konnte Rob Peeters seinem Team keinen weiteren Titel einfahren kam aber nach einem starken Rennen und einem spannenden Wettkampf mit Bart Wellens bei dem sich beide nichts schenkten auf einen verdienten zweiten Platz. Erstaunlich erstarkt Bart Wellens, der nach  langer Durstperiode erstmals wieder auf einen Podiumsplatz bei einer belgischen Meisterschaft fahren konnte. Klaas Vantornout konnte seinen Titel nicht verteidigen und beendete wie Niels Albert das Rennen vorzeitig

GP Sven Nys – Baal 01.01.2014

Der erste Tag des Jahres ist immer ein Tag für Neuigkeiten im Cross. Teams stellen neue Sponsoren vor, neue Teams erblicken das Licht der Cross-Welt und Fahrer starten in neuer Mannschaft. Und all dies ereignet sich seit 15 Jahren alljährlich beim GP Sven Nys in Baal in Vlaams Brabant. Und doch war es dieses Jahr noch einmal was ganz besonderes.


„Aufruf an alle Fans, Freunde und Familie. Morgen um 3 Uhr oben auf dem Balenberg. Ich werde da auch sein. Ich habe eure Unterstützung sehr nötig“ – So twitterte Sven Nys noch an Sylvester.Er war wohl nervös wie schon lange nicht mehr.

Ein neues Team, das von ihm und um ihn gebildet wurde. Alte und neue Sponsoren die dieses Team unterstützen. Und dann wohl am meisten beachteteste und diskutierte Radwechsel der Cross Geschichte. In den ganzen 15 Jahren seiner professionellen Karriere war Nys auf Rädern von Ernesto Colnago unterwegs gewesen, und nun war diese Aera vorbei. Seit heute fährt der Weltmeister auf Rädern von Trek.

Nys schwärmte in den höchsten Tönen von dem Rad, das ihm der Hersteller aus Wisconsin auf den Leib geschneidert hatte. Er musste allerding auch einräumen, das Rad noch nie unter Wettkampfbedingungen im Gelände getestet zu habe. Vielleicht fürchtete er sich ob des Firmensitzes in Waterloo vor einem Debakel, auf jeden Fall hat man Sven Nys schon lange nicht mehr so nervös an der Startlinie gesehen.

Als jedoch die Lichter der Startanlage um 15:00 Uhr auf grün sprangen, schaltete der Routinier in den Wettkampfmodus und wurde sehr schnell zu Dominator auf seinem Balenberg. Kaum das es zum ersten mal zum Zwischensprint hinauf ging beschleunigte Nys, übernahm die Führung und gab sie bis zum Ende des Rennens nicht mehr wirklich aus der Hand. Nach dem Zwischensprint in der zweiten Runde, fiel das Tempo zwar etwas ab, und eine Verfolgegruppe angeführt von dem starken Rob Peeters schloss wieder auf. Aber die Freude über den Zusammenschluss währte nicht lange. Bei der nächsten Anfahrt zum Belgacom Bogen beschleunigte der Weltmeister erneut und entrückte dem Rest von da an von Runde zu Runde. Nys fuhr nun eine schnellste Runde nach der anderen, lediglich in der letzten Runde genehmigte er sich ein kleines Slippertje, und fuhr damit in dieser dann nur die viertschnellste Zeit. Am Ende des Rennens konnte ein überglücklicher Nys erneut von seinem Rad steigen und es genau so wie er sich von seinem Colnago verabschiedet hatte über die Ziellinie tragen.

Für den Rest des Feldes ging es nun nur noch um den Titel „Best of the Rest“. Rob Peeters fuhr bei seinem ersten Start für das neue Team ein wirklich hervorragendes Rennen und lag lange Zeit an zweiter Stelle. Am Ende musste er dann aber seiner anfänglichen Leistung Tribut zollen. In der vorletzten Runde hatte Zdenek Stybar sich mit seiner schieren Kraft herangekämpft und konnte sich nun an die zweite Position setzen. Peeters wehrte sich bis zum Schluss musste aber in der letzten Runde auch noch Niels Albert(BKCP Powerplus) passieren lassen, der damit zum siebten Mal in Baal auf dem dritten Platz endete.

Für den überglücklichen Nys ging an diesem Tag ein Traum in Erfüllung, und so strahlte er bei der Siegerehrung auch wie ein kleiner Junge dem das Geschenk seines Lebens gemacht wurde.

Ein kompletter Bericht zu allen Rennen findet sich auch auf cx-sport.de

Cross Rund um das Reiterwaldstadion – Vechta

Das Rennen Rund um das Reiterwaldstadion in Vechta hat eine lange Tradition. Alljährlich um den Jahreswechsel versammelt sich Deutschlands Elite im Querfeldein- sport um auf dem abwechslungsreichen Kurs eines der wichtigsten Rennen im Deutschland Cup zu absolvieren.

Kurz vor den nationalen Meisterschaften dient dieses Rennen auch als eine der letzten Möglichkeiten die eigene Form im Vergleich zur Konkurrenz zu testen. So waren dann auch in allen Klassen etliche Aspiranten auf den Titel am Start. So hatten bei den Damen neben der amtierenden deutschen Meisterin Trixi Worrak auch Altmeisterin Hanka Kupfernagel und Elisabeth Brandau den Weg nach Vechta gefunden. In der Elite fehlten die deutschen „Legionäre“ auf Grund der Weihnachtsrennen in Belgien, aber dafür war das Stevens Team in Bestbesetzung angetreten.

Aber nicht nur die wichtigsten nationalen Fahrer waren nach Vechta gekommen. Zahlreiche Starter aus den Niederlanden und Dänemark gaben dem Rennen, wie schon so oft in den letzten Jahren, internationales Flair.

Während das Rennen in den letzten Jahren oft bei eisiger Kälte oder Schneefall ausgetragen wurde, so bestimmten bei dieser Austragung eher milde wenn auch windige Witterungsbedingungen den Tag. Der Regen der vergangenen Tage hatte nur wenige Spuren auf der Strecke hinterlassen, und so sahen die Zuschauer spannende und auch ziemlich schnelle Wettkämpfe.

Bei den Damen gewann Carolin Schiff das Startduell und führte das Feld zum ersten Mal den Anstieg zum Stadionwall hinauf. Doch bereits Ausgangs der ersten Waldpassage hatte Elisabeth Brandau die Regie übernommen, und erklamm als erste die berüchtigten Treppen des Reiterwaldstadions. Zum Ende der ersten Runde hatte Hanka Kupfernagel, die aus der dritten Startreihe ins Rennen gehen musste, Carolin Schiff eingeholt und sich an die zweite Position hinter Brandau gesetzt. An der Spitze gab es ein ausgeglichenes Rennen zwischen Elisatbeth Brandau und Hanka Kupfernagel. In der vierten Runde ging die Altmeisterin in die Führung. Sie konnte sich zwar nie wirklich von Brandau absetzen und verteidigte am Ende einen Vorsprung von 3 Sekunden ins Ziel.

Während sich Brandau und Kupfernagel Runde für Runde  vom Rest absetzten, gab es lange Zeit um den letzten Podiumsplatz einen relativ engen Wettkampf zwischen Jessica Lambracht und Trixi Worrak, die wie Hanka Kupfernagel aus der dritten Reihe ins Rennen gegangen war. Am Ende zahlte sich dann aber die bessere Kondition der für das UCI Women’s Team „Spcialized Lululemons“ fahrenden Worrak aus. Jessica Lambracht musste in der vorletzten Runde Worrak ziehen lassen und kam als vierte ins Ziel.

Im zeitgleich stattfindenden Rennen der Junioren zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Mit Ludwig Cords und Paul Lindenau setzten sich die beiden Nationalfahrer im Trikot des Stevens Teams sofort vom Rest ab und kämpften Kopf an Kopf um den Tagessieg. So wechselte die Führung permanent zwischen den beiden. Am Ende hatte Ludwig Cords das bessere Ende für sich und siegte mit sechs Sekunden Vorsprung vor seinem Team- kollegen.  Um den verbleibenden Podiumsplatz gab es einen packenden Wettkampf zwischen Vicent Kip (RTV Oldenzaalse WTV), Steffen Schreiber (RSV Blankenfelde) und dem Dänen Simon Andreassen. Auch hier wechselten die Positionen immer wieder, aber am Ende konnte sich Vincent Kip gegen Steffen Schreiber durchsetzen und errang Platz 3.
Mit ihrer beeindruckenden Performance meldeten Cords und Lindenau in Abwesenheit von Leo Appelt auf jeden Fall ihre Ansprüche auf einen Meistertitel an.

Auch in der Eliteklasse konnten die Fahrer des Stevens Teams ihre Dominanz in Deutschland bestätigen. Wie schon Ihre Teamkollegen bei den Junioren liessen Michael Schweizer und Ole Quast dem Rest des Feldes keine Chance und fuhren ungefährdet zum zweiten Doppelsieg des Tages für ihr Team. Auch in diesem Rennen kam mit Jordy Luismann (ATB Team Lemelerveld) ein weiterer Niederländer aufs Podium.
Bei den U23 Fahrern die mit eigener Wertung im Eliterennen unterwegs waren unterstrich Felix Drumm (Focus CX Elite Team) einmal mehr seine Ambitionen auf einen Meistertitel. Er gewann nach einem relativ ungefährdeten Rennen mit klarem Vorsprung auf Yannick Gruner (Stevens Racing Team) und Lucas Carstensen (Harburger RG).