Superprestige Spa-Francorchamps

Zum dritten Mal macht der Superprestige nun halt auf dem legendären Ardennenkurs Circuit Spa-Francorchamps.  Verteilt auf zwei Hügelketten hat Erwin Verwecken hier einen anstrengenden und anspruchsvollen Kurs kreiert. Mit der „Muur von Francorchamps“ hat der ehemalige Weltmeister ein Laufhindernis erstellt, das nur unter grossen Mühen zu erklimmen ist. Aber auch die Kurvenkombination der Raidillon de l’Eau Rouge verlangt als Zielbereich mit ihrer maximalen Steigung von 17% den Teilnehmern immer wieder das äusserste ab.

Superprestige Spa-Francorchamps

Unterschiedlicher hätten diese drei Austragungen des Rennens in Francorchamps nicht sein können. Die erste Ausgabe sah ein Rennen bei warmem sonnigem Wetter, im vergangenen Jahr war die Strecke dann von zahlreichen Regenfällen aufgeweicht, und so gestalteten sich die Abfahrten des öfteren in interessante Rutschpartien. In diesem Jahr dagegen war der Winter bereits eingekehrt und die Strecke lag am Morgen unter einer glatten Schicht von gefrorenem Reif. Die Veranwortliche mussten daher auch das erste Rennen des Tages um mehr als eine Stunde verschieben, sodass es anschliessend zu einem gedrängten Rennplan kam.

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Wout van Aert ist der Dominator von Francorchamps

Der Weltmeister hatte die vorangegangenen Austragungen an dieser Stelle jeweils deutlich gewonnen, aber in diesem Jahr schien es nicht unwahrscheinlich, dass Mathieu van der Poel ihm den Sieg würde streitig machen können.Und so übernahm der Niederländer auch zunächst die Initiative und Führung des Rennens. Aber gerade die steile Kletterpassage war van Aert wie auf den Leib geschrieben, und so nutzte er auch genau diese Stelle, um seine Attacken zu platzieren. In der dritten Runde genügte van Aert ein kleiner Ausrutscher des niederländischen Meisters, um die entscheidende Lücke aufzureissen, die van der Poel bis zum Ende des Rennens nicht mehr zu schliessen vermochte. Wout van Aert konnte sich nach seinem Solosieg einen kleinen Seitenhieb auf Roland Liboton und seine Kritik in der vorangegangenen Woche nicht verkneifen. „Ich habe meine Antwort mit den Pedalen gegeben“, so der Weltmeister. Toon Aerts, der in Erwartung eines schlammigeren Parcours extra lange Stollen für die Kletterpartien montiert hatte, kam beim Absteigen öfters ins rutschen und musste sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen.

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Thalita de Jongh trotz Sturz siegreich

Musste sich die Weltmeisterin am vergangenen Wochenende nach ihrem Trainingslager noch geschlagen geben, so konnte die Niederländerin auf dem schweren Terrain erneut ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Gleich zu Beginn des Rennens versuchte die Weltmeisterin, ihre Konkurrenz unter Druck zu setzen, und bis auf Sanne Cant konnte ihr auch niemand wirklich folgen. Schnell erkannte de Jongh, dass sie am ersten steileren Anstieg länger auf dem Rad bleiben konnte, und so attackierte sie an dieser Stelle. Sofort tat sich eine Lücke auf und de Jongh setzte sich ab. Doch ein harter Sturz in einer Abfahrt liess die Weltmeisterin zunächst an eine Aufgabe der Rennens denken. Aber de Jongh besann sich ihrer Kämpferqualitäten und konnte zu den mittlerweile führenden Sanne Cant und Christine Majerus aufschliessen.

Nach einer kurzen Erholungsphase attackierte die Weltmeisterin erneut an der kleinen Steigung und setzte sich wieder ab. Von nun an stand ihrem Solosieg nichts mehr im Weg. Sanne Cant konnte sich am Ende von Christine Majerus lösen und wurde vor der Luxemburgerin Zweite.

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Superprestige Spa-Francorchamps

In der Kategorie U23 liess Europameister Quinten Hermans keinen Zweifel, wer den Sieg nach Hause fahren würde. Von Anfang an dominierte der junge Belgier das Rennen und fuhr einen herausragenden Solosieg heraus. Joris Nieuwenhuis, der lange Zeit auf dem zweiten Rang unterwegs war, musste in der letzten Runde dann doch dem anstregenden Parcours Tribut zollen und sich Thijs Aerts geschlagen geben, der als Zweitplatzierter überglücklich, aber erschöpft die Ziellinie überquerte.

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