Telenet UCI Weltcup Heusden-Zolder 2016

Der Circuit in Heusden-Zolder ist seit Jahren eine feste Größe im Weltcup-Kalender. Immer am zweiten Weihnachtstag trifft sich die Weltelite im belgischen Teil Limburgs. Anfang des Jahres wurde bereits an gleicher Stelle die Weltmeisterschaft ausgetragen, und irgendwie schien sich das Wetter noch an die damaligen Zustände zu erinnern, denn zum Auftakt des Renntages war zunächst einmal Regen angesagt. Doch pünktlich zum Damenrennen liess sich dann auch die Sonne blicken.

Ein Weltmeister triumphiert

Es ist noch keine elf Monate her, da wurde Wout van Aert an diesem Ort Weltmeister, und auch diesmal sollte der Kempener siegreich bleiben. Als Van Aert merkte, dass sein größter Konkurrent, der niederländische Meister Mathieu van der Poel einen relativ schlechten Start erwischt hatte, setzte er alles auf einen frühen Angriff und distanzierte seine Konkurrenten von Anfang an.

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Zunächst hatte es den Anschein, als könnte Europameister Toon Aerts noch einigermassen mit dem Weltmeister Schritt halten, aber bereits nach wenigen Runden stand fest, dass heute niemand ausser Wout van Aert für den Sieg in Frage kam.

Van Aerts grosser Widersacher Mathieu van der Poel erwischte einen schlechten Tag und konnte zu keiner Zeit wirklich ins Renngeschehen eingreifen. Als dann noch Materialpech mit einem beschädigtem Schuh und anschliessend noch ein Reifenschaden dazu kam, nahm Van der Poel deutlich heraus und beendete zum Schluss das Rennen als Vierzehnter.

Hinter Van Aert zeigte Laurens Sweeck wieder einmal eine starke Performance und konnte sich mit klarem Vorsprung auf seine Verfolger den zweiten Rang sichern. Toon Aerts musste seinen Anstrengungen am Anfang Tribut zollen und verlor den Sprint um den letzten Podiumsplatz gegen Kevin Pauwels.

Überraschung des Tages war sicher der elfte Rang von Lars Boom, der an gleicher Stelle im vergangenen Jahr beinahe an der 80% Regel gescheitert wäre.

Die Queen des Cyclocross ist eindeutig zurück

Bereits in Diegem an vergangenen Freitag hatte sich die siebenfache Weltmeisterin Marianne Vos eindrucksvoll auf den Siegerlisten zurückgemeldet. Und auch in Zolder zeigte die Brabanterin, dass sie eindeutig nichts von ihrem Können eingebüsst hat.

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Zunächst übernahm Ellen van Loy, die eine der besten Starterinnen des gesamten Feldes ist, die Regie und führte das Rennen in den ersten Runden an. Erst zum Ende der dritten Runde musste sie ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen, und so konnten die Verfolgerinnen mit Lucinda Brand, Marianne Vos, Sophie de Boer, Eva Lechner unter der Führung von Sanne Cant wieder zu Van Loy aufschliessen. Dem folgenden Angriff von Lucinda Brand mochte Van Loy nichts mehr entgegen zu setzen und fiel nun auf den sechsten Rang zurück.

Was folgte, war ein spannender Wettstreit der restlichen fünf Fahrerinnen, bei dem sich Marianne Vos zum Ende der vierten Runde an die Spitze setzte und diese bis ins Ziel verteidigte. Sanne Cant folgte der Niederländerin zwar dicht auf, vermochte aber am Ende die zweisekündige Lücke nicht mehr zu schliessen, und so konnte Marianne Vos exakt zwei Jahre nach ihrem letzten Weltcupsieg erneut als Siegerin jubeln. Hinter der Zweitplatzierten konnte sich die Tschechin Katerina Nash den letzten verleibenden Podiumsplatz sichern.

Oranje boven bei den Nachwuchskategorien

Mit Joris Nieuwenhuis und Thymen Arensman stellt der niederländische Verband auch in den Nachwuchskategorien die Sieger.

 

 

Niewenhuis lieferte sich in der U23-Kategorie einen packenden Wettkampf mit dem Franzosen Clement Russo. Die beiden wechselten sich permanent in der Führung ab, und so dauerte es auch bis zur letzten Runde, bis sich Niewenhuis von seinem französischen Konkurrenten absetzen konnte.

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Adam Toupalik komplettierte das Podium als Drittplatzierter. “Ich habe bei jeder Zieldurchfahrt genau auf die Anzeige geschaut” scherzte der Tscheche nach dem Rennen – hatte er doch bei der Weltmeisterschaft den Titel verloren, weil er sich bereits am Ende der vorletzten Runde im Ziel wähnte.

 

Bei den Junioren konnte sich Thymen Arensman im Sprint gegen den Gesamtführenden Toon Vandenbosch durchsetzen, Dritter wurde Andreas Goeman.

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